Die Insel San Pietro

Um 2 Uhr erreichen wir die Insel San Pietro, in der Cala di Guidi fällt unser Anker. Müde gönnen wir uns noch ein Anlegerbier und genießen das ruhig liegende Schiff im Schutz der Bucht. Die anstrengende Überfahrt ist geschafft.

Erst um 12 Uhr mittags endet unser tiefer Schlaf. Wir öffnen die Vorhänge und lassen Licht ins Schiff. Blauer Himmel und kaum Wind – wir liegen gut geschützt.

Bei Tageslicht sieht die Bucht richtig gemütlich aus, es ist angenehm ruhig. Am weit entfernten kleinen Strand sind nur wenige Leute.

Noch vor dem Frühstück springen wir ins Meer. Die Strapazen der Überfahrt sind schon fast vergessen. Das türkise Wasser hilft dabei.

Am Nachmittag gehen wir Anker auf und fahren in die Marina von Carloforte. Ab morgen soll Regen kommen und eventuell auch Gewitter. Die nächsten Tage verbringen wir im sicheren Hafen.

Bei einer ausgiebige Süßwasserdusche waschen wir das Salz von unseren Körpern und von Jera´s Deck.

Am Abend schlendern wir durch die zauberhafte Altstadt von Carloforte und essen im Al Tonno di Corsa, einem guten Restaurant mit einheimischer Küche. Die Geschichte dieser Gegend ist vom Thunfischfang geprägt, daher ist Thunfisch auch der Schwerpunkt der Speisekarte.

Zur Vorspeise gibt es interessante Varianten, zum Beispiel getrocknetes und gesalzenes Thunfischherz. Danach Nudeln mit Fischeiern und als Hauptspeise Thunfisch in Guanciale gewickelt, einem speziellen italienischen Speck. Ein recht teures, aber sehr köstliches Vergnügen.

Am nächsten Tag leihen wir uns E-Bikes aus und erkunden die Insel. Zuerst radeln wir an die Westküste zum Strand von La Caletta und über die Südseite zurück. Dann machen wir noch einen Abstecher nach Tonnare, dem nördlichsten Punkt der Insel.

Das kleine San Pietro lässt sich mit dem E-Bike gut an einem Tag erkunden. Schade ist nur, dass man mit dem Fahrrad auf den engen, kurvigen Hauptstraßen fahren muss. Die Autofahrer nehmen wenig Rücksicht. Die sardische Gelassenheit scheint im Straßenverkehr nicht zu gelten.