Vor der Überfahrt von Amorgos nach Levitha legen wir noch einen Zwischenstopp im kleinen Hafen von Aigialis ein, um Diesel zu bunkern und unsere Vorräte aufzufüllen. Die meisten Liegeplätze sind von Fischerbooten belegt, doch wir finden noch einen Platz an der Kaimauer. Während ich auf den bestellten Tankwagen warte, macht sich Mel auf den Weg zum Supermarkt. Der Diesel kommt pünktlich um 10 Uhr, und auch der Supermarkt liefert den Einkauf direkt zum Schiff. Perfekter Service!
Eine Stunde später legen wir ab und nehmen Kurs auf Levitha. Mit etwas Wehmut lassen wir die herrliche Insel hinter uns, Amorgos zählt zu den Höhepunkten unserer Kykladenrunde.
Doch auch Levitha entspricht genau dem, was wir an Segelrevieren so schätzen. Die kleine Insel liegt abgeschieden in der Ägäis, die nächste Nachbarinsel ist rund 25 Seemeilen entfernt. An der Südküste befinden sich zwei geschützte Buchten. In der westlichen kann geankert werden, während in der östlichen Bojen zum Festmachen ausgelegt sind.
Hier lebt nur eine einzige Familie, die eine Landwirtschaft mit 150 Ziegen betreibt und eine Taverne führt. Man kann zwischen wenigen, aber sehr guten Gerichte auswählen. Ziegenfleisch, Fisch je nach Fang, Gemüse größtenteils aus eigenem Garten. Das Essen ist ein echter Genuss.
Aufgrund der exponierten Lage der Insel ist ein passendes Wetterfenster wichtig. Internet gibt es nur sehr eingeschränkt am höchsten Hügel der Insel, auf einen aktuellen Wetterbericht kann man sich nicht verlassen. Wir haben Glück und können zwei Nächte bleiben, das nächste Tiefdruckgebiet mit stärkerem Wind soll erst in ein paar Tagen kommen.









