Vor der Überfahrt legen wir noch einen Zwischenstopp in Aigialis ein, um Diesel zu bunkern und unsere Vorräte aufzufüllen. Der Großteil der Liegeplätze im Hafen ist von Fischerbooten belegt, doch wir finden noch einen Platz an der Kaimauer. Während ich auf den Tankwagen warte, macht sich Mel auf den Weg zum Captain Supermarkt. Der Diesel wird pünktlich um 10 Uhr geliefert, und sogar der Supermarkt bringt den Einkauf direkt zum Schiff.
Eine Stunde später legen wir ab und nehmen Kurs auf Levitha. Mit etwas Wehmut verlassen wir die herrliche Insel. Amorgos zählt für uns zu den Höhepunkten unserer Kykladenrunde. Doch auch Levitha entspricht genau dem, was wir an Segelrevieren so schätzen. Die kleine Insel liegt abgeschieden in der Ägäis, die nächste Nachbarinsel ist rund 25 Seemeilen entfernt. Hier lebt nur eine einzige Familie, die eine kleine Landwirtschaft mit Ziegenzucht betreibt und zudem eine Taverne führt.
An der Südküste befinden sich zwei geschützte Buchten. In der westlichen kann geankert werden, während in der östlichen Bojen zum Festmachen ausgelegt sind.
Die Taverne serviert hervorragende Gerichte aus hochwertigen, überwiegend selbst erzeugten Zutaten. Das Essen ist ein echter Genuss.
Aufgrund der exponierten Lage der Insel ist ein passendes Wetterfenster wichtig. Wir haben Glück und können zwei Nächte bleiben. Erst in zwei Tagen soll ein Tiefdruckgebiet wieder stärkeren Wind bringen.









