Es geht in den Winterhafen

Nach einer herrlich ruhigen Nacht vor Anker bereiten wir uns wehmütig auf die letzte Etappe dieser Segelsaison vor. Um 8:30 Uhr gehen wir Anker auf und verlassen die Bucht.

Trotz des schwachen Winds setzen wir Großsegel und Genua. Mit mageren zwei bis drei Knoten segeln wir entlang der Südküste. Doch heute lassen wir uns Zeit – den Motor wollen wir bewusst nicht starten.

Als wir das südöstliche Kap umrunden, verlassen wir die schützende Abdeckung, und der Wind frischt auf etwa 15 Knoten auf. Da er aus Norden kommt, müssen wir gegenan aufkreuzen. Von hier trennen uns zwar nur sechs Seemeilen Luftlinie von Mytilini, doch wir haben Lust zu segeln. Hart am Wind arbeiten wir uns Meile für Meile nordwärts voran. Gegen halb drei machen wir die letzte Wende – wir haben nun genug Höhe, um direkt in den Hafen zu segeln.

Plötzlich zuckt die Angelrute und biegt sich kräftig nach hinten. Kurz darauf bringen wir einen schönen Bonito an Bord. Unglaublich – ein wunderbares Geschenk zum Abschluss der diesjährigen Segelsaison!

Um 15 Uhr liegen zwei schöne Fischfilets im Kühlschrank, und Jera fest vertäut am Steg der Marina von Mytilini.