Die Segelsaison 2026 beginnt!

Die letzten Wochen waren anstrengend. Seit unserer Rückkehr vom Heimaturlaub Ende Februar sind wir fast ausschließlich mit Arbeiten am Schiff beschäftigt. Motorservice, Riggcheck, Pflege des Teakdecks und viele große und kleine To-dos sorgen dafür, dass uns garantiert nicht langweilig wird. Dazu kommt, dass wir uns abwechselnd mit Verkühlungen und hartnäckigem Husten herumschlagen. Auch das Wetter auf Lesbos will noch nicht so recht in den Frühlingsmodus wechseln: kühl, windig und immer wieder regnerisch.

Einen Tag vor unserer geplanten Abfahrt entdecken wir bei einer Routinekontrolle Diesel in der Motorbilge. Den ganzen Winter über war alles dicht und sauber – und jetzt das. Die Abfahrt wird verschoben und wir kontrollieren das komplette Dieselsystem: Zuleitungen, Vorfilter, Hauptfilter und die Leitungen der Einspritzung. Tatsächlich lassen sich an zwei Einspritzdüsen die Verschraubungen noch etwas nachziehen. Und tatsächlich: Die Leckage ist behoben.

Doch heute ist es endlich so weit – wir verlassen unseren Winterliegeplatz in der Marina Mytilini. Bei wenig Wind segeln wir entlang der Ostküste südwärts. Ab dem Kap schläft der Wind schließlich ganz ein und wir setzen die Fahrt unter Motor bis zur Bucht von Fteli am Eingang des fjordartigen Kolpos Geras fort. Dort finden wir unseren heutigen Ankerplatz. Einige Fischernetze schränken die Möglichkeiten zum Ankern etwas ein, doch da wir das einzige Schiff in der Bucht sind, finden wir problemlos einen guten Platz in der Mitte bei etwa zehn Metern Wassertiefe. Gemeinsam mit einigen Möwen teilen wir uns dieses wunderbare Stück Natur. Es beginnt leicht zu regnen und wir genießen die besondere Stimmung an Bord – die Ruhe hier ist herrlich.

Die Wetterprognose verspricht mehrere windarme Tage. Nur für morgen ist noch nördlicher Wind angekündigt. Deshalb beschließen wir, früh zu starten und unsere Überfahrt Richtung Süden in Angriff zu nehmen.