Die Insel Meganisi

Wir verlassen Preveza und setzen unseren Kurs weiter nach Süden in Richtung Lefkada-Kanal. Kurz nach der Einfahrt erwartet uns eine der ungewöhnlichsten Brückenkonstruktionen Griechenlands: die Brücke von Agia Mavra, die Lefkada mit dem Festland verbindet. Die schwimmende Drehbrücke wird zu festgelegten Zeiten geöffnet und seitlich aus dem Fahrwasser gezogen. Während der Straßenverkehr warten muss, können die Schiffe den Kanal passieren.

Pünktlich um 10 Uhr öffnet die Brücke, und wir fahren durch die schmale Passage in den Kanal ein. Die Strecke führt vorbei an der imposanten Festung von Agia Mavra, entlang der Stadt Lefkada und der weitläufigen Marina, in der zahlreiche Segel- und Motoryachten liegen.

Am südlichen Ende des Kanals nehmen wir Kurs auf die Insel Meganisi. In der Abelaki Bay lassen wir schließlich den Anker fallen. Die Bucht schneidet tief ins Landesinnere ein und erinnert mit ihrer geschützten Lage an einen kleinen Fjord. Sie bietet hervorragenden Schutz und ist von dicht bewachsenen Hügeln umgeben.

Einige Yachten liegen hier mit Landleinen festgemacht, darunter auch ein 16 Meter langes Stahlschiff unter österreichischer Flagge. Die Eigner, Erich und Claudia, verbringen bereits seit sieben Jahren einen Großteil ihrer Zeit in dieser Bucht und haben sich hier ein kleines Zuhause geschaffen.

Schon nach kurzer Zeit verstehen wir, warum sie geblieben sind. Auch wir sind sofort von der Abelaki Bay begeistert. Die üppige Natur, das kristallklare Wasser und die gemütliche Taverne am Ufer verleihen dem Ort eine ganz besondere Atmosphäre.

Die meiste Zeit geht es hier ruhig und entspannt zu. Nur donnerstags verändert sich das Bild. Dann füllt sich die Bucht mit Charteryachten, die auf ihrem Weg zurück zur Basis in Lefkada einen letzten Zwischenstopp einlegen. Bereits am nächsten Morgen kehrt jedoch wieder die gewohnte Gelassenheit zurück.