Die Inseln Panarea und Stromboli

Es ist Montag der 14.10.2024, heute haben wir zwei Etappen geplant. Um 8 Uhr gehen wir bei Salina Anker auf und segeln zur Insel Panarea. In der Caletta dei Zimmari werfen wir zu Mittag den Anker und verbringen dort den Nachmittag.

Am späten Nachmittag starten wir zur zweiten Etappe des Tages – zur Insel Stromboli.

Hier befindet sich einer der aktivsten Vulkane der Erde. Schon bei der Annäherung ist die Dampfwolke über dem etwa 900 Meter hohen Krater zu sehen.

Am späten Abend erreichen wir die Insel und fahren direkt weiter an die Nordwestküste.

Hier liegt die Sciara del Fuoco, die sogenannte „Feuerrutsche“. Über diese steile Rinne stürzen immer wieder Lavaströme und Gesteinsbrocken direkt ins Meer. Von hier aus hat man den besten Blick auf den Vulkan und den Kraterhang.

Aufgrund der extremen Stein- und Felssturzgefahr sowie der möglichen Tsunamigefahr müssen Schiffe eine Sperrzone von zwei Seemeilen einhalten.

Zum Sonnenuntergang erreichen wir das Gebiet, stellen den Motor ab und lassen uns treiben.

Beim letzten Tageslicht sitzen wir mit einem kühlen Bier an Deck und schauen gebannt auf den beeindruckenden Krater. Immer wieder hören wir ein tiefes Grollen, wie bei einem Erdbeben.

Doch erst mit Einbruch der Dunkelheit offenbart sich das ganze spektakuläre Schauspiel.

In regelmäßigen Abständen schleudert der Vulkan glühende Lava in den Himmel. Kurz darauf prasseln die Gesteinsbrocken den Hang hinunter und verschwinden im Meer. Im oberen Bereich bahnt sich immer wieder ein Lavastrom seinen Weg bergab.

Unglaublich beeindruckende Bilder und Geräusche lassen uns fasziniert staunen.

Erst gegen Mitternacht fahren wir zurück an die Nordostseite der Insel und machen an einer Boje vor dem Ort San Vincenzo fest.

Was für ein Abenteuer! Unsere Erwartungen werden heute um ein Vielfaches übertroffen. Dieses Erlebnis werden wir wohl nie vergessen.

Nach einer ruhigen Nacht an der Boje fahren wir mit dem Dinghy an den schwarzen Lavastrand und erkunden die Umgebung von San Vincenzo.

Am frühen Nachmittag legen wir ab und umrunden Stromboli gegen den Uhrzeigersinn. Bei Tageslicht ist die glühende Lava zwar nicht zu sehen, aber das Grollen des Vulkans und das gelegentliche Herabstürzen von Gestein sind weiterhin zu hören.

Bei leichtem Wind segeln wir zurück zur Insel Panarea, wo wir in der Caletta dei Zimmari für eine Nacht den Anker werfen.