Andratx und Santa Ponça

Bei der Flucht aus der Bucht von Portinatx hat Jera eine ordentliche Salzschicht bekommen und sich eine gründliche Reinigung mit Süßwasser verdient.

Mit dem Bus fahren wir in die nette Stadt Andratx zum Wäschewaschen und Einkaufen. Um 13 Uhr ist alles erledigt, und es geht mit einem Taxi zurück zum Schiff.

Den restlichen Tag nutzen wir, um nach Palma zu fahren. Mit einer guten Busverbindung ist man in 45 Minuten im Zentrum.

Wir kaufen eine neue Induktionsplatte, denn unsere alte ist bei unserer Sturmfahrtkaputtgegangen.

Danach besuchen wir die schöne Altstadt und essen zu Abend. Um 21 Uhr geht’s zurück zum Schiff.

Am Vormittag füllen wir unseren Trinkwassertank und nutzen noch einmal die Dusche im Hafen.

Mittags legen wir ab und steuern die Bucht von Sant Elm an.Zwischen der Küste und der vorgelagerten kleinen Insel La Illa Pantaleu kann man laut der Info-App Navily gut und geschützt ankern. Dies scheint jedoch nicht mehr aktuell zu sein. Die Bucht ist voll mit Anlegebojen. Zum sicheren Ankern sehen wir keinen Platz.

Wir brauchen einen Plan B. Wetterbedingt macht es keinen Sinn, weiter an die Nordseite von Mallorca zu segeln. Schon morgen soll stärkerer Wind aus NO kommen.

Also zurück Richtung Südküste. Die Bucht von Santa Ponça sollte guten Ankergrund und Schutz bieten. Nach etwa einer Stunde erreichen wir die Bucht und werfen unseren Anker.

Es ist windstill, und die ankernden Boote schwojen in alle Richtungen.

In der Nacht wirft ein großes Motorboot den Anker in unserer Nähe. Mit lauter Musik wird bis in die Morgenstunden gefeiert.

Verschlafen blicke ich am Morgen aus der Koje, und das Motorboot liegt keine 5 Meter von uns entfernt.

Der gemeldete NO-Wind hat begonnen und die gestern noch chaotisch schwojenden Schiffe alle in dieselbe Richtung gedreht. Zu knappe Abstände und zu kurze Ankerketten verursachen nun Probleme.

Da die Crew des Partybootes noch schläft, holen wir bei uns Kette ein, um etwas Abstand zu bekommen.

Es bringt nichts, sich über das Verhalten mancher Crews zu ärgern. Hier ticken die Uhren offenbar etwas anders: Feiern hat für viele oberste Priorität. Besser, man gewöhnt sich daran. Es hat schließlich einen Grund, dass die Balearen – speziell Ibiza und Mallorca – zu Partyinseln geworden sind.