Die Wetterprognose für die nächsten Tage ist gut – ideal für die Erkundung der Nordküste.
Wir gehen Anker auf und verlassen die Cala Teulera Richtung Mahón. Bevor wir in den Norden starten, wollen wir noch unsere Wasservorräte auffüllen.
Vor dem Marina Club Marítimo de Mahón melden wir uns wie zuletzt über Funk an.
Doch diesmal bekommen wir die Information, dass die Marina wegen einer Regatta mit Klassikschiffen für eine Woche voll belegt ist und es keinen Platz zum Wasserfüllen gibt.
Auch bei den anderen Marinas in Mahón bekommen wir nur Absagen.
Einmal mehr zeigt sich, dass ein Wassermacher eine gute Investition für uns wäre.
Unser Wasser reicht noch für ein bis zwei Tage, etwas Spielraum bleibt uns also noch.
Wir werden versuchen, im Norden, in der Bucht von Addaya oder in Fornells, Wasser zu bekommen.
Auf dem Weg in den Norden machen wir einen Zwischenstopp in der großen Cala Tortuga, südlich des Cap de Favaritx. Hier liegen wir gut geschützt vor der Welle aus Norden, gemeinsam mit zwei weiteren Schiffen.
Bei einer ausgedehnten Schnorcheltourim glasklaren Wasser sehen wir Rochen, einen Flughahn, braune Zackenbarsche und eine seltene Steckmuschel.
Eine herrliche, völlig naturbelassene Bucht – ganz nach unserem Geschmack.
Wir sitzen noch lange am Vordeck und genießen den wunderschönen Sonnenuntergang und die sternenklare Nacht.
Rund ums Schiff plätschert es,offenbar ist etwas auf der Jagd. Wir leuchten mit der Taschenlampe ins Wasser und sehen unzählige Dornhechte, die auf Beutezug um unser Schiff sind. Ein nächtliches Schauspiel direkt vor der Haustür 🙂
Nach einer ruhigen Nacht starten wir schon früh in die Bucht von Fornells und steuern direkt in den Hafen, um Wasser zu bunkern.
Bereits um 11 Uhr verlassen wir Fornells mit randvollen Tanks.
Wir segeln entlang der Nordküste Richtung Westen.
Heute geht es in die Cala Ferragut. Unser Anker fällt vor dem orangefarbenen, unberührten Naturstrand.
Am Vordeck genießen wir den schönen Sonnenuntergang und später beieinem Bierchen den wunderschönen Sternenhimmel.
Spät geht’s in die Koje. Ein wenig Schwell schaukelt uns in tiefen Schlaf.
Erst um 11 Uhr am Vormittag gehen wir Anker auf und ziehen weiter. Noch in der Bucht setzen wir die Segel. Anfangs geht es bei 6 Knoten Wind gemächlich dahin, später machen wir bei etwa 10 Knoten Wind schöne Fahrt. Nach 9 Seemeilen fällt unser Anker in der Cala de Algaiarens.
Bei einer Schnorcheltour an die Westseite der Bucht sehen wir neben den üblichen Fischen einige Stechrochen, die meist gemeinsam mit Flundern am Sandgrund entlangziehen. Dann entdecken wir einen wunderschönen, gestreiften Adlerrochen. Diesen findet man eigentlich im östlichen Atlantik, nur selten im Mittelmeer.
Die Wetterprognose für die kommenden Tage meldet stärkeren Wind und eine hohe Gewitterwahrscheinlichkeit.
Eigentlich wollten wir bis zur Cala de sa Ferradura, die schöne Bucht, in der wir bei unserer Ankunft von Mallorca waren. Doch bei den gemeldeten Bedingungen segeln wir zurück in die geschützte Bucht von Fornells.
Die Strecke nach Fornells führt gegen den Wind, wobei der Wind mit 12 bis 15 Knoten moderat ist. Wir kreuzen die gesamte Strecke bis zur Einfahrt in die Bucht von Fornells. Die Segelstrecke verdoppelt sich dadurch auf 28 Meilen. Aber wir genießen die guten Bedingungen.
Wir ankern in der Nähe des Ortes Fornells und gehen mit dem Dinghy an Land. Wäsche waschen, Lebensmittel kaufen und ein Besuch der Pizzeria Sa Padara, wo wir schon beim letzten Aufenthalt gut gegessen haben.
