Der erste Weg nach dem Morgenkaffee führt an die Marina-Rezeption. Leider hat sich die Situation nicht geändert, und es gibt nach wie vor keinen freien Platz am Steg für unsere Schiffslänge.
Wir nehmen Kontakt zu mehreren Häfen in der Region um Lissabon auf und finden tatsächlich einen Platz in der Marina Oeiras. Oeiras liegt nur 6 Meilen östlich von Cascais, näher am Mündungsbereich des Rio Tejo und somit sogar näher an Lissabon. Ideal für uns.
Vor der Einfahrt in die Marina von Oeiras wirkt die Strömung des Rio Tejo recht ordentlich, aber hinter der Kaimauer ist es ruhig. Schon bald liegen wir sicher am Steg. Der Hafen hat eine angenehme Größe, ist topmodern ausgestattet und hat vernünftige Preise.
Direkt an den Hafen grenzt ein schöner Sandstrand, und täglich gönnen wir uns dort eine Abkühlung im herrlichen Meer. Ein perfekter Ort, um uns von den bisherigen Segelstrapazen zu erholen und etwas Zeit in einer schönen Umgebung zu verbringen.
Von Oeiras erreicht man das Zentrum von Lissabon mit dem Zug in 50 Minuten. Die Bahnstrecke verläuft entlang der Küste durch verschiedene Vororte der Stadt. Viele Stadtviertel sind vom Hauptbahnhof aus gut zu Fuß erreichbar. Aufzüge und Standseilbahnen erleichtern den Weg in die Oberstadt.
Bei unserem ersten Besuch von Lissabon durchstreifen wir die Altstadt und spazieren hinauf zur Burg São Jorge. Von hier aus kann man einen großen Teil der Stadt überblicken. Ein Highlight ist die Fahrt mit der Straßenbahnlinie 28. Die Strecke führt über die Hügel hinauf und wieder hinunter und durch die engen Gassen von Alfama, Baixa und Lapa. In einem netten Lokal in einer der Altstadtgassen lassen wir den Tag ausklingen.
Bei unserem zweiten Trip nach Lissabon besuchen wir das Oceanário auf dem Gelände der Expo von 1998, das größte überdachte Meeresaquarium Europas. Eigentlich sind wir beide keine Freunde von Wildtieren in Zoohaltung, aber das Aquarium ist definitiv einen Besuch wert.
