Wir legen um 10 Uhr in Boulogne-sur-Mer ab und setzen bei nördlichem Wind die Segel. Um 13 Uhr flaut der Wind leider ab und wir müssen den Motor starten. Um 20 Uhr erreichen wir Dieppe und legen an einem der Fingerstege an.
Die Hafeneinfahrt verläuft von Nord nach Süd, die Liegeplätze befinden sich in einem südwestlich ausgerichteten Seitenarm. Grundsätzlich ist man hier gut geschützt. Nur bei Nordwind kommen die Wellen direkt in die Einfahrt und verursachen ordentlich Schwell an den Liegeplätzen.
Auch hier ist der Gezeitenhub sehr beeindruckend. Einmal schaut man auf die Terrassen der Cafés an der Promenade, sechs Stunden später liegt man fünf Meter tiefer und blickt auf die muschelbewachsenen Kaimauern.
Dieppe ist ein nettes Städtchen mit bereits sehr südlichem Flair. Wir unternehmen Wanderungen entlang der Küste und beobachten Muschelsammler, die bei Ebbe die freiliegenden Felsen abernten. Wir spazieren durch die Altstadt und besuchen den Wochenmarkt.
Ein Automobiltreffen der hier ansässigen Sportwagenmarke Alpine sorgt für Motorsportfeeling. Im Werk von Dieppe werden seit 1974 Sportwagen auf Renault-Basis gebaut.
Wir genießen den Aufenthalt und lassen es uns gut gehen, schlemmen Austern und Moules-frites und trinken Cidre.
