Mit fast 12 Knoten geht es elbabwärts Richtung Nordsee, und schon bald erreichen wir Cuxhaven.
Mithilfe der elektronischen Karten nehmen wir Kurs auf die Marina in Cuxhaven und queren den Schifffahrtsweg hinüber zum westseitigen Elbufer.
Erst spät können wir die schmale Einfahrt zur Marina zwischen dem verbauten Ufer ausmachen.
Die Kurslinie des Kartenplotters zielt genau auf die Einfahrt, unser Bug zeigt jedoch über 30 Grad elbaufwärts. Die Strömung von über 5 Knoten verlangt einen enormen Vorhaltewinkel.
Kurz vor der Einfahrt zur Marina geben wir ein Signal mit dem Schiffshorn, um eventuell auslaufende Schiffe zu warnen. Ein Ausweichen oder ein Abbruch der Ansteuerung wäre bei dieser Strömung sehr riskant.
Erst unmittelbar vor der Einfahrt nimmt der Strömungsdruck der Elbe ab, und wir können den Bug wieder auf die tatsächliche Fahrtrichtung bringen.
Nur drei Stunden nach dem Ablegen in Brunsbüttel haben wir die Schleuse und 18 Seemeilen elbabwärts hinter uns und liegen nun direkt am Tor zur Nordsee in der SVC Marina Cuxhaven.
Wir verbringen einige Tage in Cuxhaven und erholen uns von den teilweise eiskalten Passagen. Dabei können wir ein wenig durchatmen.
Wir erkunden die Stadt und die Umgebung und besuchen die Zentrale von Trans Ocean. TO ist ein Verein für Fahrtensegler, in dem wir schon länger Mitglied sind.
Bert Frisch, ein echtes Urgestein des Vereins, gibt uns wertvolle Tipps und unterstützt uns bei der Planung der Weiterfahrt nach Helgoland.
